독일 문학 함께 읽기 | 아이의 노래

2016/06/26

 

『베를린 천사의 시 Der Himmel über Berlin』 는 빔 벤더스 감독 페터 한트케 , 빔벤더스 공동 각본의 1987년 영화로, 빔 벤더스는 1987년 칸느영화제 감독상을 수상했다. 영화의 시작부터 끝까지 페터 한트케의 시, “아이가 아이였을 때…”가 주연 브루노 간츠의 아름다운 나레이션으로 흘러간다.

 

페터 한트케(Peter Handkel), 현대 독일 문학을 대표하는 작가 중 한 사람인 그는 오스트리아 출생으로, 치열한 언어 실험을 통해 글쓰기의 새로운 영역을 열었다는 평가를 받는다. 초기 희곡 『관객모독』은 1966년 초연 때부터 열광적인 반응을 얻었고 오늘날까지 널리 공연되고 있으며 새롭고 독창적인 문학의 가능성을 보여주었다.

 

 

 

참고 : 인터넷 교보문고 책 소개

 

 

 

 

“한 문장 씩, 함께 나눠요.”

 

 

 

 

아이가 아이였을 때
팔을 휘저으며 다녔다.
시냇물은 하천이 되고
하천은 강이 되고
강은 바다가 된다고 생각했다.
아이가 아이였을 때
자신이 아이란 걸 모르고
완벽한 인생을 살고 있다고 생각했다.

 

 

아이가 아이였을 때
세상에 대한 주관도 습관도 없었다.
책상다리를 하기도 하고
뛰어다니기도 하고
머리가 엉망이었고
사진을 찍을 때도 억지 표정을 안지었다.

아이가 아이였을 때
질문의 연속이었다.

 


왜 나는 나고 네가 아닐까?
왜 난 여기 있고 저기엔 없을까?
시간은 언제 시작되었고
우주의 끝은 어딜까?
아 세상에 사는 것은 꿈이 아닐까?
보고 듣고 만지는 모든 것이
단지 환상이 아닐까?
악이 존재하나?
정말 나쁜 사람이 있을까?
내가 내가 되기전에는
대체 무엇이었나?
언젠가는 나란 존재는
더이상 내가 아닐까?
아이가 아이였을 때
시금치와 콩, 밥
양배추를 억지로 삼켰다.
지금은 아무렇지도 않게
모든걸 잘 먹는다.

 

 

아이가 아이였을 때
낯선 침대에서 잠을 깼다.
지금은 언제나 그렇다.
옛날엔 인간이
아름답게 보였지만
지금은 그렇지가 않다.
옛날엔 천국이
확실하게 보였지만
지금은 상상만 한다.
허무 따위도 생각 안했지만
지금은 허무에 눌러있다.

 

 

아이가 아이였을 때
아이는 놀이에 열중했다.
하지만 지금의 열중은
일에 쫓길때 뿐.

 

 

아이가 아이였을 때
사과와 빵만 먹고도 충분했다.
지금도 마찬가지다.

 

 

아이가 아이였을 때
딸기만 손에 꼭 쥐었다.
지금도 그렇다.
덜 익은 호두를 먹으면 떫었는데
지금도 그렇다.
산에 오를땐
더 높은 산을 동경했고
도시로 갈땐
더 큰 도시를 동경했는데
지금도 그렇다.
버찌를 따러
높은 나무에 오르면
기분이 좋았는데
지금도 그렇다.
어릴땐 낯을 가렸었는데
지금도 그렇다.
항상 첫눈을 기다렸는데
지금도 그렇다.

 

 

아이가 아이였을 때
막대기를 창 삼아서
나무에 던졌는데
창은 아직도 꽂혀 있다네.

 

 

– 피터 한트케 (Peter Handke),
아이의 노래 ( Lied vom Kindsein) –

 

 

 

 

 

 

 

| Lied vom Kindsein

Als das Kind Kind war,
ging es mit hängenden Armen,
wollte der Bach sei ein Fluss,
der Fluss ein Strom,
und diese Pfütze das Meer.

 

 

Als das Kind Kind war,
wusste es nicht, dass es Kind war,
alles war ihm beseelt,
und alle Seelen waren eins.

 

 

Als das Kind Kind war,
hatte es von nichts eine Meinung,
hatte keine Gewohnheit,
sass oft im Schneidersitz,
lief auf dem Strand,
hatte einen Wirbel im Haar
und machte kein Gesicht beim Fotografieren.

 

 

Als das Kind Kind war,
war es die Zeit der folgenden Fragen:
Warum bin ich ich und warum nicht du?
Warum bin ich hier und warum nicht dort?
Wann begann die Zeit und wo endet der Raum?
Ist das Leben unter der Sonne nicht bloss ein Traum?
Ist was ich sehe und höre und rieche
nicht bloss der Schein einer Welt der Welt?
Gibt es tatsächlich das Böse und Leute,
die wirklich die Bösen sind?
Wie kann es sein, dass ich, der ich bin,
bevor ich wurde, nicht war,
und dass einmal ich, der ich bin,
nicht mehr der ich bin, sein werde?

 

 

Als das Kind Kind war,
würgte es am Spinat, an den Erbsen, am Milchreis,
und am gedünsteten Blumenkohl.
und isst jetzt das alles
und nicht nur zur Not.

 

 

Als das Kind Kind war,
erwachte es einmal in einem fremden Bett
und jetzt immer wieder,
erschienen ihm viele Menschen schön
und jetzt nur noch im Glücksfall,
stellte es sich klar ein Paradies vor
und kann es jetzt höchstens ahnen,
konnte es sich Nichts nicht denken
und schaudert heute davor.

 

 

Als das Kind Kind war,
spielte es mit Begeisterung
und jetzt, so ganz bei der Sache wie damals, nur noch,
wenn diese Sache seine Arbeit ist.

 

 

Als das Kind Kind war,
genügten ihm als Nahrung Apfel, Brot,
und so ist es immer noch.

Als das Kind Kind war,
fielen ihm die Beeren wie nur Beeren in die Hand
und jetzt immer noch,
machten ihm die frischen Walnüsse eine rauhe Zunge
und jetzt immer noch,
hatte es auf jedem Berg
die Sehnsucht nach dem immer höheren Berg,
und in jeder Stadt
die Sehnsucht nach der noch grösseren Stadt,
und das ist immer noch so,
griff im Wipfel eines Baums nach den Kirschen
in einem Hochgefühl
wie auch heute noch,
eine Scheu vor jedem Fremden
und hat sie immer noch,
wartete es auf den ersten Schnee,
und wartet so immer noch.

 

 

Als das Kind Kind war,
warf es einen Stock als Lanze gegen den Baum,
und sie zittert da heute noch. |

 

 

 

 

 

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